Eröffnung: Donnerstag den 27. Juni um 19 Uhr

Kunst ist immer ein Experiment ohne bekannten Endpunkt. Das kann man auch über das Projekt: „Das Zischen der Rasen im Sommer“ – künstlerische Annäherung an Joni Mitchell sagen.

Logo Skulpturen-Galerie

Joni Mitchell, geb. 1943, ist eine der bekanntesten und bedeutendsten Singer – Songwriterinnen Amerikas., musizierte mit vielen bekannten Musikern wie Neil Young, Leonard Cohen, Charles Mingus, Herbie Hencock etc.

Sie kreierte einen eigenen Musikstil, der auch Jazzelemente enthielt. Ihre lyrischen Texte werden mit denen von Bob Dylan verglichen.

Dass ihre Lyrik so bildreich ist und ihre Songs sehr visuell, ist wahrscheinlich der Tatsache zu verdanken, dass sie auch Malerin ist. Mit ihrem Musikstil und ihrer beeindruckenden Stimme ist sie Vorbild für viele Musiker unserer Zeit.

Angeregt durch den Autor Jan Decker, der nach der Besichtigung einer Ausstellung meiner Arbeiten die Idee in den Raum stellte, eine künstlerische Annäherung an die Texte und die Musik Joni Mitchells zu versuchen, entstand in Zusammenarbeit mit ihm folgende spartenübergreifende Projektidee:

Zu der Musik und den Texten Joni Mitchells – speziell zu „The hissing of summerlawns“ – entsteht eine Rauminstallation aus kleinen Objekten an der Wand und Skulpturen im Raum. Geplant sind für die Besucher dazu 3 Hörstationen:

eine mit Musik: The hissing of summerlawnseine mit der deutschen Übersetzung der lyrischen Texte eine mit dem Feature  über Joni Mitchell , das der Autor für Deutschlandradio Kultur erarbeitet hat.

Im Mittelpunkt des Raumes werden Elemente stehen – gebaut aus Papier – die Assoziationen an Haus/Wohnung/Gefängnis/Luftschloss etc. zulassen mit integrierten Objekten, die beim Hören der Musik und dem Lesen der Texte assoziativ gefunden werden. Dazu kommen Skulpturen – ebenfalls aus Papier-, kleine Bodeninstallationen, eine Vielzahl von Fundstücken, die Assoziationen und Erinnerung wecken. Dazu wird das erzählerische Potential ihrer Sprache visualisiert. Kurz: ein Kosmos von Assoziationen und Bildern, wie er beim Hören der Musik im Kopf entsteht, eine sehr persönliche, emotionale, sinnliche Annäherung mit fiktiven und realen Elementen, die beim Eintauchen in die Geschichten der Joni Mitchell wiederum Geschichten evozieren.

Dem Zufall wird dabei Raum gelassen, damit Unvorhersehbares in das Konzept integriert werden kann. Einzelheiten können daher im Vorhinein nicht beschrieben werden, da das Projekt im Laufe des Vorbereitungsjahres wachsen wird, und diesem spontanen Wachsen, Ändern, Anbauen – und Verwerfen – breiter Raum gelassen wird. Denn: je tiefer man in die Vielschichtigkeit der Texte und der Musik der Musikerin eindringt, umso mehr verdichtet sich die Projektidee, umso mehr „Bilder“ entstehen dazu.

Der Besucher wird den Raum mit der Installation durchschreiten, die Musik hören, Bilder und Objekte sehen, den Assoziationen der Künstlerin folgen, die dazu anregen, seine eigenen Bilder im Kopf entstehen zu lassen.

Kurzvita Jan Decker

Jan Decker, Jahrgang 1977, lebt und arbeitet als Schriftsteller in Osnabrück. Er studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Für ARD, Deutschlandradio und SRF schrieb er mehr als 20 Hörspiele und Features. Daneben verfasste er zahlreiche Bücher, Theaterstücke, Libretti, Erzählungen, Essays, Gedichte und Artikel. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2017 mit dem Hessischen Literaturstipendium Emilia Romagna und dem Johann-Gottfried-Seume-Literaturpreis. Jan Decker unterrichtete an mehreren Universitäten, unter anderem an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und der Universität Osnabrück. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.

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