Am 21. September von 18:00 – 24:00 Uhr

Wie klingt Osnabrück abseits der bekannten Konzerthallen, Clubs und Kneipen?

Die Besucherinnen und Besucher der Langen Klangnacht werden eingeladen, eine Vielzahl von Klangkonzerten auf einer Fahrradtour oder einem Spaziergang zu erkunden und neue, außergewöhnliche Orte zu entdecken, an denen mal laut und mal leise, mal harmonisch und dann auch wild musiziert, gespielt und geklungen wird. Osnabrücker Künstlerinnen und Künstler, Musikerinnen und Musiker machen diesen Abend so bunt und vielfältig wie die Bewohner der Stadt und dessen Orte sind. Das Projektbüro des Fachbereichs Kultur veranstaltet die Nacht zum Thema Klang am 21.09. von 18:00 – 24:00 Uhr. Die meisten Veranstaltungen sind auch überdacht und an einzelnen Stationen rundet ein genussvolles Gastroangebot das Programm ab.

Einklang im Akzisehaus
eine Klangreise mit Jörg Kerll vom Klangzentrum Osnabrück.

Zum Einklang in die Lange Klangnacht gibt es eine Klangreise im Akzisehaus in Kooperation mit dem Museumsquartier. Unter der professionellen Leitung von Jörg Kerll begeben sich die Besucherinnen und Besucher auf eine Phantasiereise mit Klangschalen und weiteren Instrumenten, um Kraft zu tanken für die anschließende lange Nacht. 

Foto: Klangzentrum Osnabrück

Um 17:00 Uhr, Dauer: ca. 30-45 Minuten, Yogamatten und bequeme Sitzgelegenheiten sind vorhanden. 

1.Station ab 18:00 Uhr

Fritz-Wolf-Platz – Innenstadt
Im Herzen Osnabrücks hinter der Stadtbibliothek gelegen und doch versteckt zwischen Häuserfassaden liegt der Fritz-Wolf-Platz. Hier sammeln sich die Besucherinnen und Besucher, lauschen den Klängen der Singer und Songwriter auf der Unplugged-Bühne vom Musikbüro und nehmen zur Stärkung die ersten Kaltgetränke aus der mobilen Lastenfahrrad-Bar ein, bevor es um 18:45 Uhr mit dem Fahrradcorso gemeinsam los zur nächsten Klangstation geht.

Update: Achtung, die Teilnehmerzahl ist begrenzt und wenn die Reise einmal begonnen hat, kann man nicht mehr einsteigen. Türen schließen bei der Abfahrt!

2. Station ab 19:00 Uhr

Top-Os e.V. Projektgarten Foto: Eva Preckwinkel

Projektgarten Limberger Straße
Der 2004 gegründete Verein für Neue Kunst TOP.OS e.V. ist als Initiative von in der Region Osnabrück lebenden Künstlern entstanden, um anspruchsvolle Kunstprojekte im öffentlichen Raum zu initiieren und betreut in der hinteren Wüste einen Garten, der von den Künstlerinnen und Künstlern regelmäßig als Freiluftatelier genutzt wird. Unter der eindrucksvollen Kulisse zwischen Kunst und Natur, spielt und improvisiert der Musiker Heiner Gastmann auf seiner E-Gitarre und präsentiert Klänge und Sounds, die von Beat-, Blues- bis Rock-Musik angereichert sind. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich mit bereitliegenden Percussion-Instrumenten, Klangschalen oder einem Metallophon am Konzert zu beteiligen.  

3. Station ab 20:00 Uhr

Musikexpress – Wüste

Angelika Walter. Arbeit am Musikexpress. Foto: Heinz-Joachim Walter


Im Stadtteil Wüste gelegen erstreckt sich Osnabrücks längstes Wandgemälde über 90 Meter lang und dient der Künstlerin Angelika Walter nicht nur als Freiluftatelier, sondern wird von der Künstlerin an diesem Abend durch eine musikalische Führung zum Leben erweckt. Anschließend reiht sich die Percussion-Gruppe Groove-Onkels in das regelmäßige Rattern der Züge ein und nutzt die tolle Akustik der Unterführung für lebhafte Choreografien und gewaltige Drum-Solos auf Mülltonnen oder Glasflaschen.

Foto: Groove Onkels

4. Station ab 21:00 Uhr

Geplante Obsoleszenz, Foto: Lucie Marsmann

Wasserhochbehälter – Westerberg
Auf der Spitze des Westerberges und damit auf einem der höchsten Punkte Osnabrücks gelegen, thront der ehemalige Wasserhochbehälter der Stadtwerke direkt am grünen Fahrradweg und gibt auf seinem Dach nicht nur einen wunderbaren Blick auf die Stadt und das Umland frei, sondern begeistert auch aufgrund seiner Bauweise durch eine einmalige Akustik im Inneren. Diese macht sich das Trio Geplante Obsoleszenz zunutze und tritt nicht nur auf, sondern bespielt den gesamten Raum.

Update: Da es sich um einen ehemaligen Wasserhochbehälter handelt, kann hier und dort noch etwas Wasser stehen. Wasserfestes Schuhwerk ist daher empfehlenswert!

5. Station ab 22:00 Uhr

Lauter Speicher – Hafen
Der [LAUTE] Speicher ist die neue Musiker-Heimat im Kreativquartier am Osnabrücker Hafen. Nach dem Abzug des Britischen Militärs standen die ehemaligen Getreidespeicher am Osnabrücker Stichkanal lange leer, bevor die Osnabrücker Speicher GbR sie erneut mit Leben füllte. Seit der Eröffnung Anfang des Jahres sind bereits viele Osnabrücker Bands, Musiker, Künstler und Kreative eingezogen und haben die vielen Räume mit Leben gefüllt. An diesem Abend öffnen ein paar von ihnen ihre Proberäume und geben exklusive Konzerte und intime Einblicke in ihr kreatives Schaffen. Auf dem Dachboden gibt es ein Konzert der Osnabrücker virtuosen Klangkünstler Holger Schwetter und Joachim Raffel. Die beiden Künstler finden sich für diesen Abend extra zusammen und rezitieren in dieser Prämiere Texte von Holger Schwetter, unterstützt von Perkussion und Klang von Joachim Raffel. Wie so viele Osnabrücker Msuker hat auch die japanische Trommelgruppe Ryuu Daiko ihren Proberaum am Hafen und wird mit einer gewaltigen Trommel-Performance den Programmpunkt am Lauten Speicher gebührend abschließen.   

Update: Achtung! Aufgrund von Erschließungsarbeiten der Stadtwerke ist die Zufahrt etwas kompliziert! Bitte auf die Hinweisschilder achten!

Foto: Holger Schwetter
Foto: Joachim Reffel

6. Station ab 23:00 Uhr

K.A.F.F. –  Hafen

Gegenüber der beiden Speicher am Hafen liegt die neue Keimzelle des Kulturverein Petersburg. Diese sprießt nun seit gut zwei Jahren und lädt nicht nur regelmäßig zum kreativen Austausch beim Hafenschnack, zur Offenen Werkstatt oder gemeinsamen Fahrradreparatur ein, sondern ist auch Sammelbecken für viele weitere Tanz-, Musik-, Kunst- und Theater-Begeisterte am Hafen. An diesem Abend wird unter dem Kirschbaum der Tanzboden ausgerollt. Das Klangzentrum Osnabrück versetzt die Kulisse zwischen Kastanien und alten Gebäuden in bunte Licht-Illuminationen und sorgt mit seiner mobilen, akkubasierten Anlage und Beleuchtung für die richtige Unterstützung eines Klangerlebens über satte Beats. Die Gäste erleben ein Zusammenspiel von Musik, Natur und Licht. Anschließend folgt die Aftershow-Party der Langen Klangnacht unter freiem Himmel und lädt mit Sets von DJ Alonso und DJ Uli Schubert alias Schubotter zum passenden Ausklang bis weit in die Nacht hinein ein.

Update: Achtung! Aufgrund von Erschließungsarbeiten der Stadtwerke ist die Zufahrt etwas kompliziert! Bitte auf die Hinweisschilder achten!

Über die Künstlerinnen und Künstler:

TONI TRASH

Foto: Toni Trash

Die Indie-Rocker von TONI TRASH bewegen sich mit brachialen Arrangements und sensiblen deutschsprachigen Texten stetig vorwärts. Impulsiv, herausfordernd und mit der richtigen Prise Schnickschnack, um ihre unbändige Energie zu betonen, überzeugen sie am liebsten mit ihrer starken Live-Performance. Bei der Klangnacht spielen sie ihre Songs exklusiv auf der Akustikgitarre am Fritz-Wolf-Platz um 18:20 Uhr

Fee Bee

Foto: Christina Fiebig alias Fee Bee

Seitdem sie elf Jahre alt ist, macht Christina Fiebig Musik und ist seit 2016 unter ihrem Künstlernamen Fee Bee als Singer-Songwriterin auf deutschen Bühnen, aber auch gern auf Hochzeiten oder Gartenparty unterwegs. Sie kreiert mit ihrer Gitarre, poetisch-melancholischen Texten und einer feinen Stimme einen Soundtrack, der für einzigartige Stimmung und mitunter für Gänsehaut sorgt. Musikalisch handelt es sich um ehrliche Singer/Songwriter-Musik, oft etwas melancholisch, aber durchaus salonfähig. Inspiration für ihre Songtexte bieten ihre eigenen Erfahrungen, Freunde und Familie und alles, was sie sonst auf der Welt berührt. Fee Bee spielt auf der Bühne des Musikbüros am Fritz-Wolf-Platz um 18:00 Uhr. Hörprobe gefällig? Klick hier!

Heiner Gastmann

Foto: Heiner Gastmann

Der Vollblutmusiker Heiner Gastmann (67) spielt seit 50 Jahren Gitarre und ist in unterschiedlicher Besetzung, mal akustisch mal elektrisch, mal in einer Band und dann wieder Solo aktiv. Seine Musik reicht von Blues und Bluesrock über Jazz und Beat bis zu experimentellen Sounds mit Gitarreneffekten. Heiner Gastmann war als Studiomusiker, bei Bandprojekten oder Solo unterwegs und überzeugte bei seinen Auftritten z.B. zur Ausstellungseröffnung der Galerie für zeitgenössische Kunst hase29, oder als Unterstützung des Künstlers Helle Jetzig auf der Ausstellung Realities in der Kunsthalle. Seine Einflüsse reichen vom Rock & Roll der 60er und 70er Jahre, über Blues und Jazz bis zu musikalischen Entdeckungen während seiner Aufenthalte in den spanischen Pyrenäen. Der frühe musikalische Funke aber sprang von Gitarristen wie Jimi Hendrix, Jeff Beck, Jimmy Page, Peter Green und Eric Clapton über und glimmt bis heute kräftig nach.  

Heiner Gastmann spielt auf der Langen Klangnacht ab 19:00 Uhr im Projektgarten Limberger Straße.

Holger Schwetter & Joachim Raffel

Wort und Text kombiniert mit Rhythmen und Geräuscharbeit stehen auf dem Plan, wenn das Duo Schwetter / Raffel erstmals bei der Langen Klangnacht auftritt. Dabei zeigt sich Holger Schwetter, Sänger, Gitarrist und spiritus rector der Band von Korf, erstmals als Sprecher und Performer, wenn er Texte von Bobrowsky, Tucholsky und Eigenes vorträgt. Inhaltlich nimmt er dabei auch Bezug auf die wechselvolle Geschichte des Speichers. Im dynamischem Wechselspiel mit Percussionist Joachim Raffel, Mitglied des internationalen Kollektivs Sounding Arts, entstehen starke Momente unterschiedlichster Couleur. Humorvoll heitere, surreale und absurde, melancholisch angehauchte.

Holger Schwetter und Joachim Raffel spielen auf der Langen Klangnacht von 22:00 – 22:30 Uhr auf dem Dachboden, Lauter Speicher.

Ryuu Daiko

Foto Ryuu Daiko

Der Name setzt sich aus den Worten Ryuu (jap. für Drache) und Daiko (jap. für dicke Trommel) zusammen und hält was er verspricht. Im Jahr des Drachen gegründet, bespielt der Verein seit 2013 Bühnen auf Kulturfesten und in Zengärten und ist nicht nur akustisch bis weit über die Stadtgrenzen hörbar. Nach der Gründung traf sich der Verein zunächst in der Ecole de Batterie, anschließend in den Proberäumen am Güterbahnhof und hat seit Anfang des Jahres sein neues Zuhause im Lauten Speicher am Hafen gefunden. Die japanische Großtrommel Taiko bezeichnet eine Gruppe von großen, mit Schlägeln geschlagenen Röhrentrommeln. Diese wurden schon im Krieg von den Samurai eingesetzt und haben eine 2000 Jahre alte Tradition in Japan. 

Mit mitreißenden Rhythmen, durchdringenden Bässen und einer faszinierenden Kraft und Dynamik spielen die dicken Drachen-Trommeln zur Langen Klangnacht um 22:30 Uhr im Lauten Speicher. 

Jörg Kerll

Foto: Klangzentrum Osnabrbürck

Er ist Musiker, Klangkünstler, DC-Moderator, Musikproduzent, Qigong Lehrer, Klangmasseur, Didgeridoolehrer und einer der Betreiber vom Klangzentrum Osnabrück. Wahrscheinlich gibt es keinen, der mehr geeignet ist, als Reiseleiter auf einer Klangreise. Der Multiinstrumentalist bespielt zum Einklang verschiedenste Instumente und lässt euch durch die Meditationsübungen Kraft schöpfen für die Lange Klangnacht.

Jörg Kerll macht den Einklang vor der Langen Klangnacht um 17:00 Uhr im Akzisehaus.

Angelika Walter

Die Bilder von Angelika Walter sind technisch ausgefeilte Kompositionen mit einem starken Spannungsaufbau durch malerische, farbliche und inhaltliche Komponenten,die die Sphären zwischen Natur und Technik beleuchten. Die exakte scheinbar realistische Malweise, mischt sich mit einer surrealistischen Darstellung, die man auch als „täuschend echt“ bezeichnen könnte. Die Phantasie der Künstlerin ist dabei grenzenlos und erlaubt auch uns grenzenlose Genüsse.

Zu sehen ist Angelika Walter bei Ihrer Führung zum Wandgemälde Musikexpress auf der Langen Klangnacht um 20:00 Uhr.

Groove-Onkels

Foto: Groove Onkels

In 2011 von Joachim Dölker im Rahmen seiner Lehrtätigkeit für Drums, Percussion und Rhythm`n` Groove am Institut für Musik in Osnabrück mit sieben seiner Studenten ins Leben gerufen, gelang den Groove Onkels der kommerzielle nationale Durchbruch schon in 2012 durch die Ausstrahlung des „Gelben Sacks“ in der Sendung „DAS SUPERTALENT“ ! 

Die Video-Plattform YouTube fügte den 7 Millionen Fernsehzuschauern bis Anfang 2018 noch einmal rund 9 Millionen internationale Views hinzu und katapultierte die Groove Onkels zu Auftritten nach Kanada, Singapur, Bahrain, Rumänien, Tschechien, Polen, die Schweiz, Frankreich, die Niederlande, Belgien, Luxemburg, in einen Beitrag des Britischen TV-Senders Sky-One und nicht zuletzt in den „ZDF Fernsehgarten“.

Die durchweg sympathische Percussion-Gruppe ist auf der Langen Klangnacht am Musikexpress um 20:30 Uhr zu sehen und zu hören.

Geplante Obsoleszenz

Klangperformance „Resonanz im Speicher“, Osnabrück 2018, Trio „Geplante Obsoleszenz“ – Angelika Höger, Marcus Beuter, Peter Schwieger.
Foto: Martin Liebermann

Zwischen Konzert, Installation und Performance inszeniert das Trio Geplante Obsoleszenz Raum und Architektur, Idee und Historie von Orten, die im Alltag nicht oder begrenzt zugänglich sind.
Das Trio Marcus Beuter, Angelika Höger und Peter Schwieger arbeitet seit 2009 zusammen und beschäftigt sich mit elektroakustischen Klangprojekten und der Bespielung von Räumen. Alle drei Mitwirkenden haben verschiedene künstlerische Herangehensweisen, die sich in ihren gemeinsamen Projekten zu einem lebendigen Dialog bündeln. Bewegung, Raum und Klang spielen in ihren Performances eine wichtige Rolle. Dabei setzen sie gern auch mal einen alten Gameboy, Spülbürsten oder ein umgebautes Kinderkeyboard bei ihren Performances ein.

Die Geplante Obsoleszenz bespielt zur Langen Klangnacht den Wasserhochbehälter um 21:00 Uhr.“

Klangzentrum

Chill-Groove mit dem Klangzentrum

Die beiden Musiker und Klangkünstler musizieren zusammen als KlangDuo seit 2001. Aus ihrer Spiel- und Entdeckungsfreude formten sich unterschiedliche Formate ihres Schaffens:

Stereosymphonische Klangkonzerte in Kirchen im Rundum-Spiel mit Instrumenten aus aller Welt sowie atmosphärischer Lichtillumination.

Musikproduktionen in eigenen Projekten und gemeinsam als DeepMindRelaxation
(Youtube,Spotify). Shop: www.magicmusic-online.com

Outdoor Chill-Groove & Baum-Licht
Bassige Grooves aus einer Kombination von Workstations und Naturinstrumenten
(ohne Steckdose – akkubasiert) mit Pflanzen-/Fassadenbeleuchtung.

Neben ihrer Musik- und Produktionstätigkeit:

Hilmar Hajek ist Waldhornist beim Theater Osnabrück und wirkt als Komponist,
Instrumentallehrer, Instrumentenbauer, Drumcircle-Moderator.

Jörg Kerll betreibt das Klangzentrum Osnabrück und schafft als Klangmasseur/-pädagoge, Didgeridoo-/Qigonglehrer, Instrumentenbauer, Drumcircle-Moderator.

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