Am Sonntag, den 7. Juli, ab 14.30 Uhr

Fünf kostümierte Autos bewegen sich im Gelände und tanzen Ballett. Ein Scherz? Nein! Eine Kunstaktion. Das Auto ist ein Statussymbol in unserer Gesellschaft und wird verehrt wie nichts zweites, der Lack poliert, das Lenkrad mit Lederpflege massiert — Emotionen pur. Aber es steht aktuell auch in der Kritik, denn seine Abgase sorgen für dicke Luft in den Städten. Die Künstler David Rauer aus Osnabrück und der Hamburger Joshua Sassmannshausen wollen an die Unantastbarkeit des Autos heran und führen es wahrsten Wortsinn vor. Bei der Performance „Ring My Bell“ bekommen die Fahrzeuge ein neues Outfit verpasst. Die Künstler verfremden die ursprünglichen Farben und Formen der Karossen. Mit Bauschaum, Holzlatten und Draht schaffen sie groteske Fantasiegebilde, wie etwa die Rennmaus aus Holz. Ein anderes Gefährt sieht aus wie ein übergroßes fluffiges Baiser. Jedes Fahrzeug wird vom Serienmodell zum Charakterdarsteller. Sie werden zu Balletttänzern und kurven in einer Art Tanz auf einem Parkplatz umher. Ein DJ sorgt für passende Musik. Klingt irgendwie absurd? Ist es auch und das ist natürlich gewollt. „Uns geht es um das karnevaleske bei der Aktion“, sagt Rauer. Kurzum: Es geht um Spaß. Wie genau die Aktion ablaufen wird, das verraten die Künstler noch nicht. Die ganze Veranstaltung soll Überraschungen für die Zuschauer bereithalten. Eine Glocke aus Autoblech gibt im Zentrum des Aktionsraumes den Ton an. Und ob nun vielleicht das letzte Stündchen für das Auto geschlagen hat, das bleibt dann der Interpretation der Zuschauer überlassen.

Die beiden Künstler David Rauer und Joshua Sassmannshausen in ihrer Werkstatt

Datum: Sonntag, 7. Juli, 14.30 Uhr

Ort der Aktion: Der ehemalige Lagerplatz am Süberweg zwischen dem Hauptgebäude des Museums Industriekultur und dem Magazingebäude. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

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